Wer ist der richtige Ansprechpartner für Projekte?

Ihre Projektanfragen beantworten Torsten Gruchmann oder Anfried Borgert. Dort erhalten Sie eine qualifizierte und individuelle Beratung. Gemeinsam klären wir mit Ihnen alle Möglichkeiten für die Umsetzung Ihrer Ideen. Gerne unterbreiten wir Ihnen nach einem Erstgespräch ein individuelles Angebot.

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Was ist der Unterschied zwischen Usability und Ergonomie?

Ergonomie und Usability haben ein gemeinsames Ziel: die einfache und verständliche Handhabung eines Produkts, das im Sinne des Benutzers entwickelt wurde.

Die Ergonomie bildet dabei das wissenschaftliche Dach. Sie stellt eine allgemeine Optimierung eines Systems sicher – zum Beispiel einen Arbeitsprozess, die Arbeitszeit oder Inhalt und Umfang der Arbeitsaufgabe.

Das Usability Engineering geht tiefer: Dort untersuchen und optimieren wir die Anwendungssicherheit und Bedienfreundlichkeit. Damit können wir eine Aussage darüber treffen, wie gut ein Benutzer mit einem bestimmten Gerät für einen bestimmten Nutzungskontext zurechtkommt.

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Was ist der Unterschied zwischen Usability Engineering und Human Factors Engineering?

Manche Experten verwenden die Begriffe Human Factors Engineering (HFE) und Usability Engineering synonym, während andere sie voneinander abgrenzen. Letztere verstehen HFE vor allem als Erforschung des Benutzers sowie das eigentliche User Interface Design. Als Usability Engineering wird dann die Evaluation eines User Interfaces mit Hilfe von Usability Zielen und Usability Tests betrachtet.

Unabhängig von der Terminologie führen beide Methoden – sowie viele ähnliche – zu einer besseren Usability des Produkts. Die zentrale Idee hinter dem HFE ist, dass die Anwendung des gesunden Menschenverstandes in der Regel nicht ausreicht, um ein benutzerfreundliches Produkt zu schaffen. Vielmehr entsteht Benutzerfreundlichkeit erst durch die Anwendung des HFE im Produktentwicklungsprozess.

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Führen Sie auch international Usability-Tests durch?

Ja. Viele Projekte sind international – etwa wenn Anforderungsanalysen oder Benutzerstudien in mehreren Ländern erfolgen sollen. Denn um ein Produkt für den internationalen Markt zu entwickeln oder das Ausmaß einer Internationalisierung festlegen zu können, müssen wir Unterschiede in den Kulturkreisen ermitteln.

Unsere Kontakte zu internationalen Partnerunternehmen, Krankenhäusern, Muttersprachlern oder Test-Räumlichkeiten ermöglichen dabei einen zielgerichteten und zeitnahen Projektablauf. Unser Schwerpunkt liegt hier auf Europa, den USA und Asien. Unser Netzwerk macht es möglich, sowohl Studien mit internationalen Teilnehmern in Deutschland durchzuführen als auch selbst Tests im Ausland zu realisieren.

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Wie rekrutieren Sie Probanden, kann ich Proband werden?

Durch unsere langjährige Arbeit verfügen wir über Kontakte zu Benutzern aus vielen unterschiedlichen medizinischen Bereichen. Wir rekrutieren die Benutzer nach projektspezifisch erstellten Profilen entweder direkt oder über die Kontakte unserer Kunden – übrigens auch international. Typische Teilnehmer sind Krankenpflegepersonal, Ärzte oder Patienten aus Unikliniken, privaten Krankenhäuser, Fachpraxen oder Altenheimen.

Potentielle Probanden, die aktiv an der Entwicklung eines Medizinprodukts teilhaben möchten, können sich gerne bei Claudia Geersen melden. Wir werden Sie dann in unsere Datenbank aufnehmen und Sie kontaktieren, sobald ein entsprechendes Projekt ansteht.

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Haben Sie Erfahrung mit umfangreichen, langjährigen Projekten?

Ja. Oft begleiten wir Kunden während des kompletten Entwicklungsprozesses über mehrere Jahre. Wir beraten dabei in allen wichtigen Projektphasen zur Gebrauchstauglichkeit. Eine möglichst frühzeitige Einbindung stellt sicher, dass Sie nicht am Benutzer "vorbeientwickeln" – und vermeidet so teure Nachbesserungen.

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Können Sie User Interfaces entwickeln und interaktive Prototypen erstellen?

Wir erstellen Konzepte für graphische Benutzeroberflächen von Medizinprodukten für Embedded- und PC-Software. Je nach Projektphase werden unterschiedliche Prototypen erstellt: zum Beispiel Papierprototypen oder interaktive Flashsimulationen.

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Führen Sie Usability-Studien nur für den Bereich Medizintechnik durch?

Ja. Wir führen Studien ausschließlich für Medizinprodukte durch. Unser Angebot deckt alle medizinischen Anwendungsfelder ab – inklusive Pharmabereich und Geräte aus Home-Care oder Diagnose. Diese Spezialisierung ermöglicht eine fokussierte und effektive Untersuchung der Prozesse im klinischen Alltag. Unsere Erfahrung zahlt sich angesichts konstant wachsender Anforderungen und Veränderungen im Gesundheitswesen dabei direkt für unsere Kunden aus.

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Über welche Räumlichkeiten zur Durchführung von Usability-Tests
verfügen Sie?

Use-Lab verfügt über zwei Hauptlabore, einen OP-Simulationsraum und ein Intensivzimmer. Eine großzügige Ausstattung mit medizintechnischen Geräten ermöglicht uns eine kundenspezifische Simulation unterschiedlicher Umgebungen: Von einem einfachen Wohnzimmer für Geräte aus dem Home-Care-Bereich bis hin zu Laboren können wir flexibel auf ihre Wünsche eingehen.

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Welchen Vorteil bringt der Einsatz eines externen Usability-Dienstleisters?

Die Objektivität: In einer mehrjährigen Entwicklung verliert man als Hersteller manchmal die Perspektive der Menschen, die später einmal mit dem Produkt arbeiten. Die Frage, ob der Benutzer das Konzept auch wirklich versteht oder braucht, rückt oftmals hinter anderen Problemen zurück.

Als externer Dienstleister ermöglichen wir Ihnen, Ihre Entwicklung von unabhängiger Seite zu überprüfen – und damit mögliche sicherheitsrelevante wie auch bedienungsbezogene Fehler auszuschließen. Selbstverständlich sind dabei Ihre Daten durch Geheimhaltungsvereinbarungen geschützt.

Ein weiterer Vorteil: die Anonymität bei Anforderungsanalysen, frühen Konzepten oder Prototypen.

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Können Sie uns bei der Zulassung von Hilfsmitteln unterstützen?

Ja. Wir führen die für die Zulassung im Hilfsmittelverzeichnis nötigen Funktionstauglichkeitsstudien durch. Das betrifft alle Hilfsmittel, die der Patient selbst anwendet. Für Beratung, Planung und Durchführung einer Funktionstauglichkeitsstudie wenden Sie sich bitte an Torsten Gruchmann.

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Bietet Ihr Portfolio auch Industriedesign?

Ja. Wir unterstützen Sie in der kreativen Ausarbeitung Ihrer Konzepte, setzen sie im CAD (SolidWorks, Rhino) um und visualisieren sie in Illustrationen, fotorealistischen Renderings oder Animationen.

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Objektivität, trotz Entwicklung und Evaluierung aus einer Hand?

Konzeption und Evaluierung des Produkts sind bei uns organisatorisch getrennt: Jeden Bereich decken wir über eine eigene spezialisierte Abteilung ab. Zudem findet die eigentliche Evaluierung ohnehin in erster Linie in Usability-Tests durch die Benutzer selbst statt. Unsere Mitarbeiter sind dort lediglich Beobachter und Moderatoren.

Für unsere Kunden ist die Kombination von Dienstleistungen vor allem ein Vorteil: Da umständliche und lange Kommunikationswege zwischen den Design- und Usabilitybüros entfallen, können auch keine wertvolle Informationen und Details verloren gehen.

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Führen Sie Zertifizierungen für Medizinprodukte durch? Erstellen Sie Usability-Akten nach IEC 60601-1-6 und IEC 62366?

Use-Lab ist kein Zertifizierer. Wir bieten Ihnen jedoch in enger Kooperation mit anerkannten Zertifizierungsstellen Beratung zur Zertifizierung Ihres medizintechnischen Produkts an. Bei Fragen zur Erstellung der Usability-Akte nach IEC 62366:2007, IEC 62366-1:2015 und IEC 60601-1-6 können Sie sich gern an uns wenden. Wir beraten Sie individuell zur Integration des Usability Engineering Prozesses in die Produktentwicklung und erstellen gemeinsam mit Ihnen Usability-Akten.

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